Die von Dr. Bellmann vorgetragenen Ergebnisse der durchgeführten Messungen zeigen, dass Schwingungen im unteren Frequenzbereich vorhanden sind, diese aber deutlich unter den allgemein anerkannten Schwellwerten liegen. Diese Bewertung ist aus den gestern vorgestellten Ergebnissen nachvollziehbar. Anzumerken ist dennoch, dass ich mir eine Messung von 0 bis 5000 Hz gewünscht hätte. Die Bürgermeisterin hatte in ihrem Schreiben vom 19.02.2010 angekündigt, dass ab 1 Hz gemessen werden würde. Warum erst ab 5 Hz gemessen wurde, wurde nicht gesagt. Bei der Darstellung der Ergebnisse wurden gestern die Zusammenfassung von Messreihen dargestellt. Eine detaillierte Darstellung wurde leider nicht gezeigt. Das über die Internetseite der Gemeinde Ganderkesee bereitgestellt Dokument ist leider nur eine Zusammenfassung und nicht das ganze Messprotokoll. Dieses werden wir anfordern, dann noch einmal genau ansehen und, auch unter Hinzuziehung externer Expertise, unsere Schlüsse ziehen.
Festzuhalten bleibt:
- Die Wahrnehmungen und damit die extremen Einschränkungen der Lebensqualität der Betroffenen wurden sowohl vom Sachverständigen, als auch von allen anderen Anwesenden als glaubhaft eingestuft.
- Eine Hilfe zur Änderung wurde den Betroffenen nicht aufgezeigt.
- Der Hinweis des Gutachters, dass Beschwerden von Bürgern über ähnliche Störungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, geben zu denken.
- Der von einzelnen Betroffenen vorgebrachte Wunsch, auf eigen Kosten ein eigenes Gutachten mit Messbereichen ab 0 Hz in Auftrag zu geben, kann man durchaus nachvollziehen.
Kritik ist in hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs berechtigt. Am 05.06.2009 habe ich die Bürgermeisterin in einem Schreiben auf die Situation der Betroffenen hingewiesen. Dass die ganze Aktion über ein Jahr gedauert hat, zeugt nicht unbedingt davon, dass die Gesundheit der Bürger mit hoher Priorität behandelt worden ist. Dabei ist es unerheblich wo es zu Verzögerungen kam. Die Betroffenen fühlen sich nicht hinreichend ernst genommen. Dieses wird auch dadurch gestärkt, dass die Betroffenen die letzten waren, die über das Ergebnis informiert wurden. Die Fraktionsvorsitzenden und die Verwaltung waren bereits vor 14 Tagen, die Presse gestern ebenfalls noch vor den Betroffenen informiert worden. Bei solchen Entscheidungen, braucht sich niemand darüber wundern, dass die Bürger das Gefühl haben, sie seien nicht so wichtig.
24.06.2010, ah


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